Vereinssatzung

 

Die Satzung des Thüringer Sportärztebundes e.V

(beschlossen auf der Gründungsversammlung des TSÄB am 5. Mai 1990 in Reinhardsbrunn/Friedrichroda; zuletzt aktualisiert und bestätigt durch die Mitgliederversammlung am 6. Mai 2000 in Tabarz)


 

§ 1 Bezeichnung und Sitz

Die Vereinigung der sportmedizinisch Interessierten des Landes Thüringen führt den Namen „Thüringer Sportärztebund e.V.“ (Abk.: TSÄB e.V.). Er ist im Vereinsregister eingetragen. Sein Sitz ist bis auf Widerruf in Erfurt.

Er ist ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (Deutscher Sportärztebund e. V.)


§ 2 Aufgaben und Ziele des Bundes

  • Vereinigung aller an Körperkultur und Sport interessierten Ärzte mit dem Ziel, die Sportmedizin als klinisches Fach zu fördern und zu entwickeln.
  • Organisation fachwissenschaftlicher Zusammenkünfte, der fachgerichteten Aus-, Weiter- und Fortbildung und interdisziplinären Kooperation.
  • Unterstützung des Gesundheitswesens, des Breiten-, Versehrten- und Wettkampfsports durch fachgerichtete Mitarbeit sowie Vermittlung sportmedizinischer Erkenntnisse im Rahmen der Lehre, Weiterbildung und Qualifizierung.
  • Mitwirkung bei der sportmedizinischen Betreuung in Thüringen durch Zusammenarbeit mit den staatlichen Institutionen, wobei die Selbständigkeit des Bundes gewährleistet sein muß.
  • Förderung des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens im Bund.

§ 3 Arbeitsweise des Bundes

  1. Der Bund arbeitet als eingetragener Verein. Seine Organe sind
    – die MITGLIEDERVERSAMMLUNG,
    – der VORSTAND,
    – die REVISIONSKOMMISSION
    – und das EHRENGERICHT.
    Die im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben des Bundes und seiner Tätigkeit entstehenden Aufwendungen werden durch Beiträge, Spenden und Eigenleistungen gedeckt. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
    Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglie­der erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
    Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt werden.
  2. Die Mitgliederversammlung findet jährlich einmal statt. Sie wird geleitet durch den Vorsitzenden, der schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung einlädt. Durch sie werden alle die Arbeit des Bundes betreffenden Entscheidungen mit einfacher Mehrheit gefällt oder nach Vorlage bestätigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme, die nicht übertragbar ist. Das vom Vorsitzenden und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnende Protokoll der Mitgliederversammlung ist allen Mitgliedern zugänglich zu machen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann auf Antrag des Vorstandes oder eines Viertels der Mitglieder innerhalb von 6 Wochen auf schriftlich begründete Ein­ladung einberufen werden.
  3. Vorstand und 1. Vorsitzender werden in direkter und geheimer Wahl durch die Mitglie­derversammlung für den Zeitraum von 2 Jahren gewählt.
    Der Vorstand setzt sich zusammen aus 
    – 1. Vorsitzender,
    – 2. Vorsitzender,
    – Schatzmeister,
    – Pressewart/ Schriftführer,
    – Beauftrag­ter für Weiter- und Fortbildung.
    Die Funktionen werden im Vorstand abgestimmt und regeln sich nach Funktionsplänen. Der 1. Vorsitzende verfügt über das Entscheidungsrecht. Der Vorstand fuhrt die satzungsgemäßen Geschäfte, bearbeitet Anträge und Vorlagen für die Mitgliederversammlung und realisiert deren Beschlüsse. Er ist der Mitgliederver­sammlung rechenschaftspflichtig. Vorstandssitzungen finden mindestens zweimal im Geschäftsjahr auf Einladung des Vorsitzenden statt. Das Protokoll ist allen Vorstandsmitgliedern zugänglich zu machen. Die Tätigkeit des Vorstandes ist ehrenamtlich. Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes kann ein neues Mitglied kooptiert und durch die nächste Mitgliedersammlung bestätigt oder ein anderes neu gewählt werden. Vertreter im Rechtsverkehr sind 1. Vorsitzender und Stellvertreter sowie weitere in schriftlicher Form autorisierte Vorstandsmitglieder. Dabei gilt Berechtigung zur Einzelvertretung.
  4. Die Revisionskommission mit zwei Mitgliedern wird durch die Mitgliederversammlung in offener Wahl bestimmt. Mindestens 1 Mitglied hat im Geschäftsjahr den Haushalt des Bundes zu kontrollieren. Der durch die Revisionskommission bestätigte Kassenbericht wird der Mitgliederversammlung im Geschäftsjahr zur Kenntnis gebracht.
  5. Das Ehrengericht mit drei Mitgliedern wird durch die Mitgliederversammlung in offener Wahl bestimmt. Die Verhandlungen werden auf Antrag geführt, der Verhandlungsgegenstand sollte im Zusammenhang mit den satzungsgemäßen Aufgaben des Bundes stehen.
  6. Im Rahmen des Bundes können sich Arbeitsgruppen mit fachspezifischen Aufgaben konstituieren. Sie werden auf Antrag vom Vorstand unterstützt und andererseits ver­pflichtet, ihre Arbeitsergebnisse öffentlich zu machen.

§ 4 Mitgliedschaft im Bund

GESCHÄFTSORDNUNG DES TSÄB E.V.

Ordentliches Mitglied kann jeder Arzt und Zahnarzt sowie Angehöriger anderer Wissen­schaftsdisziplinen mit Hochschulabschluss werden, der zu satzungsgemäßer Mitarbeit im Bund bereit ist.

Außerordentliche Mitglieder können medizinische u. a. Fachschulkader sowie Studenten der klinischen Semester werden, die sich für die Ziele des Bundes einsetzen.

Ehrenmitglieder werden nach begründetem Vorschlag durch die Mitgliederversammlung

ernannt.

Zum Vorschlag gelangen verdiente Persönlichkeiten und hervorragende Wissenschaftler

des In- und Auslandes, die sich Verdienste um die Sportmedizin erworben haben und

dem Bund nahestehen.

Die Mitgliedschaft wird wirksam, wenn:

  • dem Vorstand ein formgebundener schriftlicher Antrag vorliegt,
  • der Vorstand für die Aufnahme entschieden hat,
  • die erste Beitragszahlung erfolgt ist und
  • der Mitgliederausweis überstellt wurde.

Die Mitgliedschaft endet bei Tod oder durch schriftliche Kündigung beim Vorstand. Zum

Zeitpunkt der Kündigung dürfen keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber den Bund mehr

bestehen.

Dieser Sachverhalt ist durch den Vorstand zu prüfen und gegebenenfalls einzuklagen.

Ausschluss erfolgt, wenn trotz zweimaliger Aufforderung

  • den Verpflichtungen der Satzung,
  • den Beschlüssen der Mitgliederversammlung nicht nachgekommen wird und
  • die Interessen des Bundes grob verletzt werden.

Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand.

Über den Einspruch entscheidet das Ehrengericht.

Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Höhe und Fälligkeit werden vom Schatz­meister begründet und durch die Mitgliederversammlung bis auf Widerruf beschlossen. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.


§ 5 Satzungsänderungen

Sie bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der Mitgliederversammlung. Die Begründung muß allen Mitgliedern mindestens 6 Wochen zuvor schriftlich zugegangen sein.


§ 6 Auflösung des Bundes

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Reinhardsbrunn, 5. Mai 1990 Gründungstagung des TSÄB



(beschlossen auf der Mitgliederversammlung des TSÄB am 7. Mai 1994)

Die Geschäftsordnung regelt auf der Grundlage der geltenden Satzung die den Geschäftsgang

des Vereins betreffenden Einzelheiten. Sie gilt nur für den internen Gebrauch.

Inkraftsetzung und Veränderungen bedürfen des Beschlusses durch die Mitgliederversammlung.


1. Mitgliedschaft (zu § 4 der Satzung)

Zum Erwerb der ordentlichen Mitgliedschaft sind erforderlich:

  • der schriftliche Antrag
  • das Einverständnis mit den satzungsgemäßen Zielen des TSÄB
  • die mehrheitliche Zustimmung des Vorstands

2. Beiträge (zu § 4 der Satzung)

Die Höhe der jährlichen Mitgliedsbeiträge wird von der MV beschlossen. Für Alters­- und Invalidenrentner sowie Vorruheständler gelten 50 % des jeweiligen Jahresbeitrags. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.


3. Organe des TSÄB

3.1. Die Mitgliederversammlung (MV)

3.1.1. Aufgaben

Zusätzlich zu den satzungsgemäßen Aufgaben kommen:

  • Festsetzung der Jahresmitgliedsbeiträge
  • Beschlüsse über Ehrungen
  • Einsetzung eines Ehrenrates

3.1.2. Tagesordnung

  • Anträge zur Tagungsordnung können von jedem ordentlichen Mitglied eingereicht werden
  • Gültige Beschlüsse können nur gefaßt werden, wenn der betreffende TOP in der Tagesordnung aufgeführt ist
  • Dringlichkeitsanträge (nach Versendung der Einladung eingereichte oder während der Versammlung vorgebrachte n e u e TOP bedürfen einer Abstimmung zur Erweite­rung der TO. Dies gilt nicht für solche Anträge, die sich aus der Verhandlung oder Diskussion eines gerade behandelten Punktes ergeben.

3.1.3. Abstimmung

Die Stimmabgabe erfolgt durch Handzeichen. Auf Antrag von 5 Mitgliedern muß geheim abgestimmt werden. Dieser Antrag kann nicht mehr gestellt werden, wenn die Abstimmung bereits läuft. Es entscheidet die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

3.1.4. Wahlen

3.1.4.1. Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden in geheimer Wahl einzeln für die Dauer von 2 Jahren jeweils im Frühjahr gewählt. Auf Antrag und entsprechenden Beschluß der anwesenden Mitglieder kann offen abgestimmt werden. Ein Wahlleiter muß bestimmt werden. Dem Antrag einer Personaldebatte ist stattzugeben. Ein Wählprotokoll ist anzufertigen. Die Stimmzettel sind bis zur Genehmigung des Protokolls aufzubewah­ren.

3.1.4.2. Kassenprüfer

Die Wahl kann sowohl per Akklamation als auch auf Antrag geheim durchgeführt werden. Es sind jeweils 2 Prüfer im Amt.

3.1.5. Entlastung des Vorstands

Die Entlastung des Vorstands wird einzeln durchgeführt. Vorstandsmitglieder können bei Beschlußfassung über ihre Entlastung nicht mitstimmen.

3.1.6. Ehrungen

Ehrungen werden gemäß der Ehrungsordnung vorgenommen. Anträge auf Ehrung sind bis 8 Wochen vor der Mitgliederversammlung dem Vorstand zuzustellen.

3.1.7. Protokoll

Von der Mitgliederversammlung, den Sitzungen des Vorstands, der Kassenprüfung sowie von Sitzungen des Ehrenrats sind Protokolle zu erstellen. Sie haben mindestens zu enthalten:

  • Ort und Zeit der Versammlung
  • eine Aufstellung der Teilnehmer (bei MV Anwesenheitsliste)
  • alle in der Einladung aufgeführten TOP
  • den Wortlaut der gefaßten Beschlüsse (bei Wahlen: das Wahlprotokoll mit dem Wahlergebnis)

Widerspruch und Richtigstellungen zum Protokoll sind binnen zweier Monate schrift­lich geltend zu machen.

3.2. Der Vorstand

Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten zuständig, die nicht der MV vorbehalten sind. Er führt die laufenden Geschäfte. Der Vorstand verwaltet gemeinsam das Vereinsvermögen. Der Vorstand kann Kommissionen und Arbeitsgruppen berufen und Vertreter des TSÄB in Sektionen des Dachverbandes entsenden.

Sitzungen des Vorstands sind mindestens zweimal im Kalenderjahr durchzuführen. Die Einladungen sollen mindestens vier Wochen vorher ergehen. Der Vorstand ist beschlus­sfähig, wenn mindestens 3 Mitglieder anwesend sind. Der Vorstand kann zusätzliche Teilnehmer zu seinen Sitzungen einladen. Von den Vorstandssitzungen sind Protokolle zu erstellen, die vom Vorsitzenden und dem/der Protokollführer(in) zu unterzeichnen und den Vorstandsmitgliedern innerhalb 4 Wochen zuzusenden sind.

3.2.1. Wahl des Vorstands

siehe 3.1.4.1.

3.2.2. Aufgabenverteilung

3.2.2.1. Der 1. Vorsitzende

Allgemeine Repräsentation des Thüringer Sportärztebundes

  • Vertretung des TSÄB im Rechtsverkehr, beim Dachverband, bei den Landesbehör­den, bei der Landes- und Bundesärztekammer, beim Landessportbund und bei den Fachorganisationen
  • Leitung von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen
  • Jährlicher Tätigkeitsbericht und Ausblick in Form eines Rundbriefes für die Mitglieder.
  • Zweijährlich Erstellung eines Geschäftsberichtes

3.2.2.2. Der 2. Vorsitzende

  • Vertretung des 1. Vorsitzenden
  • Übernahme partieller Aufgabenbereiche
  • Sachgebiete: Öffentlichkeitsarbeit, Satzung, Geschäftsordnung u.ä.
  • Kooperation mit anderen Sportärzteorganisationen, Einrichtungen, Organisationen und Behörden

3.2.2.3. Der Schatzmeister

  • Vertretung des Vorsitzenden im Erfordernisfall
  • Führung und Verwaltung der Mitgliederkartei
  • Führung und Verwaltung der Finanzgeschäfte einschließlich der entsprechenden Rechenschaften gegenüber der Rechts- (Registergericht) und Steuerbehörde (Gemeinnützigkeit).
  • Vorlage eines Finanz- und Mitgliederberichtes zur Vorstandssitzung (jährlich) und zu den Mitgliederversammlungen (zweijährlich)

3.2.2.4. Der Beauftragte für Weiter- und Fortbildung

  • Bearbeitung und Abstimmung der sportmedizinischen Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen im Freistaat Thüringen
  • Verbindung zur und Abstimmung mit der Landesärztekammer Thüringen, den medizinischen Hoch- und Fachschuleinrichtungen, dem Bildungswerk des LSB und weiteren Institutionen in Fragen sportmedizinischer Aus-, Weiter- und Fortbildung

3.2.2.5 Der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit / Schriftführer

  • Durchführung einer effektiven Medienarbeit
  • Erstellung des Protokolls von den Vorstandssitzungen
  • Führung des Archivs als Materialsammlung einer Chronik des TSÄB
  • Übernahme spezieller Aufgaben des Vorstands

3.3. Der Ehrenrat

  • Der Ehrenrat besteht aus 3 Mitgliedern, die im Bedarfsfall von der MV zu wählen, im Eilfall vom Vorstand zu benennen sind.
  • Ein Mitglied sollte dem Vorstand angehören, jede der Parteien kann ein Mitglied vor­schlagen. Die Mitglieder des Ehrenrats müssen frei sein vom Verdacht der Befangenheit.
  • Bei den TSÄB betreffenden Streitigkeiten sind die Mitglieder verpflichtet, vor Anrufung eines ordentlichen Gerichtes den Ehrenrat zu informieren. Der Ehrenrat hat die Pflicht, in solchen Fällen zwischen den betreffenden Mitgliedern zu vermit­teln.